Berichte 2017:

 

20.April 2017 Wenn die Venen schlapp machen

Herr Dr. Ulrich Schneider Dermatologe Freudenstadt

 

Ulrich Schneider aus Freudenstadt sprach über das Thema „Wenn die Venen schlapp machen“. Der Referent freute sich über den Andrang, da ein selbstverantwortlicher, wissensdurstiger Patient sehr zur Bewältigung seiner Krankheit beitrage. Und die Besucher erlebten einen anschaulich verständlichen, sehr informativen Vortrag, gewürzt mit Witz und Humor und aufgelockert mit Fragerunden.
Zunächst erklärte der Arzt die Funktionsweise der beiden Blutbahnen: durch die Arterien würde das Blut zur Versorgung der Zellen gepumpt, den Rückfluss übernähmen dann die Venen. Bei den Beinvenen sei allerdings der Blutdruck schon weit abgefallen, und das Blut müsse gegen die Schwerkraft nach oben gedrückt werden. Dies gelänge mit Hilfe von Venenklappen - die ein Zurückfließen nach unten verhinderten – und der treibenden Kraft der Beinmuskulatur. Deshalb sei jeder Sport besser als keiner, besonders wirksam wären neben Wandern vor allem Schwimmen, Rad fahren und Tanzen - besonders Walzer und Salsa, da müsse man sich auch auf die Zehen stellen. Im Flugzeug könne man sich wenigstens mit Fußgymnastik behelfen.  
Manchmal könnten die Klappen undicht werden, dann staue sich das Blut in den Venen und erweitere diese: sogenannte Krampfadern entstünden. Werde ein solches Venenleiden nicht behandelt, drohe im weiteren Verlauf am Ende ein offenes Bein. Entlastung und Unterstützung würden Kompressionsstrümpfe bieten, wobei Kniestrümpfe meist besser geeignet seien und am angenehmsten, wenn vom Sanitätsfachgeschäft individuell angepasst.
Behandelt würden Krampfadern durch Entfernen („Ziehen“) oder Verödung, wobei deren Aufgabe dann andere Venen übernähmen. Der Trend ginge Richtung Lasern, da dies weniger belastend für die Patienten sei und notfalls auch öfters durchgeführt werden könne.
Trete am Bein plötzlich eine einseitige Schwellung auf, könnte eine gefährlichere Tiefe Venenthrombose die Ursache sein. Wenn davon ein Gerinnsel in die Lunge wandere, drohe eine Embolie, der Patient hätte dann Atembeschwerden.
Zum Schluss stellte Herr Schneider noch die in seiner Praxis entwickelte sehr schonende Methode „ohne Schnitt und Naht“ vor: behandelt werde nur durch die Einstichstelle der örtlichen Betäubung, z. B. bei Besenreisern.
Die Fragerunden wurden reichlich genutzt, und auch am Ende war der Referent noch  gerne zu weiteren Auskünften bereit.

 

 

 

9.März 2017 Internet für Senioren sichere Reise durch die digitale Welt

Herr Josef Bronner Kriminalhauptkommissar Polizeipräsidium Tuttlingen

 

Wenn beim Geld abheben die Karte stecken bleibe, und man von einem „hilfsbereiten“ Mitkunden angesprochen werde, dann meinen dieser es nicht unbedingt gut mit einem, vor allem dann nicht, wenn er auch noch rate, die Eingabe der Geheimzahl zu wiederholen. Dann sei höchste Vorsicht geboten! Sollte der Fremde gar schon die PIN-Nummer erspäht haben, sollte man sich auf keinen Fall mehr vom Automaten entfernen und die Polizei anrufen. Das war nur einer der vielen Tipps, die die Teilnehmer der vergangenen Veranstaltung der Diabetikergruppe Oberndorf a. N. aus berufenem Munde hörten: Josef Bronner, Kriminalhauptkommissar aus Rottweil, informierte über die Gefahren der modernen Medien und gab Hinweise zur Vorbeugung. Immer sei zu beachten: Niemand – weder die Polizei, noch die Banken oder sonst irgendjemand -  bräuchten die PIN, nur der Inhaber selbst! Und sicher verwahrt werden sollte diese, am besten natürlich im Kopf, auf keinen Fall zusammen mit der EC-Karte, auch nicht im Adressen- und Telefonbüchlein! Das gleiche gelte für Passwörter am PC, 12 Stellen – bei  Nutzung von WLAN sogar mindestens 20 - sollten diese haben, aus Buchstaben, Sonderzeichen und Zahlen gemischt. Bei Verdacht könne man selbst 3 Mal eine falsche PIN eingeben, dann das Konto bei der Bank sperren (unter der Telefonnummer 116 116, aus dem Ausland 0049 116 116)  und die Kontobewegungen überprüfen, notfalls auch eine Anzeige bei der Polizei tätigen. Auch bei der Arbeit am PC riet der Fachmann zu erhöhter Aufmerksamkeit: es sollten keine  persönlichen Daten preisgegeben werden. Ist der Absender unbekannt, empfehle es sich, nichts anzuklicken oder herunterzuladen und keine Anhänge zu öffnen, auf sichere Verbindungen weise ein Schloss vor und ein „s“ nach der Bezeichnung „http“ hin. Insbesondere warnte er vor Mails mit der Bezeichnung „.exe“, „.bat“, „.com“ oder auch „.vbs“. Auf diesem Wege könnten leicht schädliche Viren eingeschleust werden. Daher lauten weitere  wichtige Grundsätze, ein gutes Anti-Viren-Programm und einen „Firewall“ zu installieren sowie regelmäßige Updates zu machen. Für weitere Informationen hatte Herr Bronner eine Liste mit Internetlinks für Senioren (z. B.www.polizei-beratung.de oder www.bsi-fuer-buerger.de) mitgebracht. Zum Schluss legte er den Anwesenden noch die Broschüre „Wegweiser durch die digitale Welt“ ans Herz, die kostenlos über den Publikumsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock, bezogen werden kann.

 

9.Februar 2017 Aussagekraft medizinisch-wissenschaftlicher Studien

 

Die Veranstaltung konnte aufgrund Erkrankung des Referenten nicht stattfinden

 

 

 

19.Januar 2017  16.Hauptversammlung

 

In ruhigen Bahnen verlief die diesjährige Hauptversammlung der Diabetiker Selbsthilfegruppe Oberndorf a. N. und Umgebung e. V. Den Vorsitzenden Klaus Lengfeld (und seine Mitstreiter) freute es, dass etliche Mitglieder den Weg in die Cafeteria des Krankenhauses gefunden hatten,bedeutet die Teilnahme doch auch eine gewisse Wertschätzung der Arbeit des Vorstands. Er verwies kurz auf die verschiedenen Angebote des vergangenen Jahres und zeigte sich zufrieden - mit durchschnittlich 31 Teilnehmern pro Abend – am Interesse der vielfältigen Themen. Die Schriftführerin erinnerte noch einmal an die Inhalte der Veranstaltungen, die oft auch über die Belange der Diabetiker hinausgingen. Etwas mehr Beteiligung würde der Vorsitzende sich jedoch bei den angebotenen „Plauderstunden“ und bei Themenvorschlägen wünschen, schließlich soll das Programm ja den Erwartungen der Besucher entgegenkommen. Auch der detaillierte Kassenbericht von Frau Sigrid Teschner wies eine erfreuliche Bilanz auf,und die Kassenprüferinnen  konnten ihr eine einwandfreie Arbeit bestätigen. Bürgermeister Hermann Acker gab seiner Freude darüber Ausdruck, dass die Selbsthilfegruppe mit ihrem ehrenamtlichen Engagement den „Gesundheitsstandort Oberndorf“ bereichere. Anschließend nahm er die Entlastung vor und leitete auch die Wahlen, zu der sich alle bisherigen Vorstandsmitglieder wieder gestellt hatten und auch in ihrem Amt bestätigt wurden. Lediglich bei den Kassenprüferinnen gab es eine Änderung: Gudrun Köpff, die schon bei der diesjährigen Revision stellvertretend tätig war, wurde nun  offiziell eingesetzt, auch sie war zusammen mit Frau Edith Wäschle einstimmig gewählt worden. Zugestimmt haben die Anwesenden auch einer Anpassung der Beitragsordnung,da es aktuell keine Jugendgruppe gibt. Abschließend gab Vorsitzender Lengfeld einen Ausblick auf das  Jahresprogramm für 2017, das wieder neue und verschiedenartige Themen bereithalte. Insbesondere verwies er auf die sommerliche Ausfahrt ins schöne Bad Mergentheim, dem Mekka der Diabetesbehandlung, wo die Teilnehmer ein Vortrag sowie eine Besichtigung der Klinik erwarte, und natürlich darf auch ein Stadtbummel nicht fehlen! In den Abendveranstaltungen würden neben gesundheitlichen auch wieder andere aktuelle Themen wie Internet, Rabattverträge oder das Erstellen eines Testamentes aufgegriffen. Man darf gespannt sein!