Berichte 2013:

Weitere Berichte werden hier in nächster Zeit noch hinterlegt.


Veranstaltung vom 11. April: Die Salze des Lebens - Dr. Schüßler Referent: Michael Spranger

 

Bis auf den letzten Stuhl besetzt war bei der jüngsten Veranstaltung der Diabetiker Selbsthilfegruppe die Cafeteria im Krankenhaus Oberndorf. Die Anwendung von Dr. Schüßler Salzen ist bei Medizinern nicht unumstritten, und der Referent des Abends, der Heilpraktiker Michael Spranger aus Hechingen stellte dann auch gleich zu Beginn klar, dass er einfach die „12 Salze der Gesundheit“ vorstellen, nicht aber deren Wirkung beweisen wolle. Das könne jeder für sich selber ausprobieren und herausfinden. Gleichwohl habe er in seiner Praxis gute Erfahrungen damit gemacht, wenn die Tabletten richtig angewendet werden. Dass das gar nicht so einfach ist, ließ sich dann im Laufe des Vortrags erahnen: Jedes Mittel hat eigentlich sein eigenes Einsatzgebiet im Körper, aber manchmal „passt“ eines auch bei verschiedenen Beschwerden. Und bei Erkältungen z.B. sollte je nach Entzündungsstadium ein anderes Salz angewandt werden. Den Diabetikern empfahl er besonders die Tabletten „Kalium sulfuricum“, die die Bauchspeicheldrüse unterstützten, und „Natrium phosphoricum“, laut Herrn Spranger „das Salz für den Diabetiker schlechthin“. Es fördere den Stoffwechsel, den Glukoseabbau und die Entsäuerung. Die Gefahr einer Überdosierung bestehe in der Regel nicht, es sei auch möglich, mehrere Mittel zu kombinieren, jedoch höchstens 3 bis 4 im Wechsel; der Heilpraktiker stellte dazu auch 3 spezielle Kuren vor. Die Tabletten sollte man langsam im Mund zergehen lassen und nicht gleichzeitig mit anderen Medikamenten einnehmen. Die Dr. Schüßler Salze seien keine Nahrungsergänzungsmittel, sind aber wie Arzneimittel nur in der Apotheke zu bekommen. Trotzdem sollen sie keine Medikamente ersetzen, sie könnten eine Therapie jedoch begleitend unterstützen. Zu beachten sei noch, dass die Tabletten im Normalfall immer Lactose enthielten, bei Unverträglichkeit gäbe es aber die Möglichkeit, auf Globulis oder Tropfen auszuweichen. Als Ergänzung gäbe es, jeweils entsprechend den einzelnen Salzen, auch Salben zum Einreiben.

Michael Spranger erläutert "das Salz für Diabetiker schlechthin"



Gesundheitstagsmesse "mein leben" in Oberndorf am 4. Mai:

Bei der Gesundheitsmesse „mein leben“ in der Neckarhalle Oberndorf am 4./5. Mai beteiligte sich auch die DiSelGO. Am Samstagnachmittag von 14 bis 18 Uhr informierten wir am Stand des Pflegestützpunktes über unseren Verein. Besonders interessiert waren die Besucher an unse
ren Abendveranstaltungen. Dazu lagen auch unsere Flyer bereit. Tatkräftig unterstützt wurden wir von der Praxis Dr. Balke. Wer wollte, konnte sich seinen Blutzuckerspiegel messen lassen und erhielt vielleicht auch gleich eine Beratung dazu. Der Dienst wurde auch gerne in Anspruch genommen.


Dr. Balke und Mitglieder des Vereins stellen die Selbsthilfegruppe vor


Ein Piks- und man weiß über seinen Blutzuckerwert Bescheid


Austauch und Informationen am Stand der DiSelGO



Veranstaltung vom 13. Juni:
Atempausen im Schlaf - Gefahr von Bluthochdruck und Diabetes, Referent: Dr. Jürgen Mayer

 

Ein Mann meint, einen guten Schlaf zu haben, fühlt sich am Tag aber wie gerädert - eine Frau klagt darüber, dass sie schlecht einschlafe und immer wieder aufwache. Dabei könnten beide das gleiche Problem haben: sie leiden möglicherweise an einer Schlafapnoe, d.h. während des Schlafs setzt öfters für kurze Zeit die Atmung aus. Über diese Krankheit, die oft unterschiedlich von den Geschlechtern wahrgenommen werde, informierte Dr. Jürgen Mayer bei der Diabetiker Selbsthilfegruppe Oberndorf. Der Arzt einer Tuttlinger Praxis betreibt im Spaichinger Klinikum ein Schlaflabor. Er erklärte, dass die Apnoe eine Steuerungsstörung sei, die nur im Schlaf auftrete, wobei die Muskeln im Schlund erschlaffen würden und dadurch die Luftröhre verengt sei. Die mangelnde Schlafqualität könne Leistungsminderungen und die erhöhte Gefahr zu verunglücken nach sich ziehen. Während der Atempausen steige der Blutdruck mitunter bis 300 mmHg, Herzinfarkt oder Schlaganfall würden begünstigt. Der Schlafmangel erhöhe auch die Glukosewerte und die Insulinresistenz.
Wer also trotz Medikamenteneinnahme ständig einen erhöhten Blutdruck habe oder einen schwer einstellbaren Diabetes, der solle sich überlegen, einmal sein Schlafverhalten überprüfen zu lassen: Über den Hausarzt werde zunächst eine ambulante Messung veranlasst, die Aufschluss darüber gebe, ob eine stationäre Untersuchung im Schlaflabor nötig sei. Ergebe diese eine Apnoe, könne zur Therapie eine Schlafmaske verordnet werden, die mittels individuell eingestelltem Überdruck den Rachenraum wieder öffne. Begleitend dazu sollte man auf einen regelmäßigen Schlaf achten und nur wenig Alkohol trinken. Wer Übergewicht habe, sollte versuchen abzunehmen (in Einzelfällen helfe vielleicht das schon alleine). Ein positiver Nebeneffekt des verbesserten Schlafverhaltens könne dann sogar eine Senkung der Blutfettwerte und eine erfolgreichere Gewichtsabnahme sein. Die Therapie sei anerkannt, und die Kosten würden von den Krankenkassen übernommen.

Schlafapnoe Dr MayerDr. Mayer demonstriert die Handhabung einer Schlafmaske